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| Schüpfheim |
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Die Gemeinde Schüpfheim ist mit 3790 Einwohnern die grösste der vier Gemeinden. Das Mittel im Kanton (ohne Stadt) liegt bei 3340 Einwohnern. Flächenmässig ist sie jedoch die kleinste der G4 Gemeinden. Die Gemeinde besteht aus dem Dorf, welches sich sowohl am linken wie am rechten Ufer der Kleinen Emme entlang immer weiter ausdehnt, und zahlreichen Häusergruppen und Einzelgehöften. Bevölkerungsentwicklung Bis 1816 wuchs die Bevölkerung rasch an (1798-1816: +31,9 %) - um danach bis 1860 infolge Landflucht stark zu sinken (1816-1860: -16,4 %). Nach einer Stagnationsphase bis 1888 folgte ein starkes Bevölkerungswachstum bis 1930 (1888-1930: +28,9 %). Dies ist für das Entlebuch sehr ungewöhnlich. Doch profitierte Schüpfheim von seiner politischen Bedeutung als Hauptort des Amtes Entlebuch. Bis 1950 wuchs die Einwohnerschaft noch leicht, geriet danach in eine Stillstandsphase und sackte in den 1970er-Jahren ab (1970-1980: -6,3 %). In den folgenden zwei Jahrzehnten folgte ein grosses Wachstum - doch ist die Bevölkerungszahl derzeit wieder stabil schwankend bis leicht am Sinken. Grund dafür ist der gesunkene Geburtenüberschuss, der in früheren Jahren die Abwanderungsverluste mehr als kompensierte. Geschichte Das heutige Gemeindegebiet Schüpfheims wurde im 9. Jahrhundert von Alemannen besiedelt. Ihre ersten Niederlassungen waren auf den Geländeterassen entlang des Hügelzuges auf der Sonnseite. Eine Besiedlung der Talsohle ist erst ab dem Jahr 1173 belegt. Die Gemeinde wird erstmals als Schipfen in der Acta Murensia, dem Besitzverzeichnis des Klosters Muri, erwähnt. Die Gemeinde gehörte lange Zeit den Freiherren von Wolhusen. Ums Jahr 1300 verkauften diese ihren Besitz an die Habsburger. Diese verpfändeten das Gebiet aus Geldnot um 1350 an Peter von Thorberg. Der machte sich bei der Bevölkerung so verhasst, dass das gesamte Entlebuch im Jahr 1385 einen ewigen Bund mit der Stadt Luzern schloss. Die Luzerner deuteten den Bund als Unterwerfung unter ihre Herrschaft. Das Entlebuch erhob sich deshalb mehrfach gegen Luzern (1434 erstmals, dann 1513 im sogenannten Zwiebelnkrieg und 1653 im Schweizer Bauernkrieg). Nach dem Ende der Alten Eidgenossenschaft war Schüpfheim von 1798 bis 1803 Hauptort des Distrikts Schüpfheim. Seither ist die Gemeinde Hauptort des damals neu geschaffenen Amts Entlebuch. Am 27. Mai 1829 wurde das Dorf von einem verherenden Dorfbrand heimgesucht. Von den 34 Dorfhäusern brannten 22 komplett ab. Der Wiederaufbau wurde von Zwistgikeiten zwischen der Dorfbevölkerung und der Luzerner Obrigkeit begleitet. Streitpunkte waren die Linienführung der neuen Dorfstrasse und die strengen Bauvorschriften. Schliesslich konnte man sich auf den Bau der heutigen breiten Dorfstrasse einigen. Die Gemeinde Schüpfheim in ihrer heutigen Grösse entstand 1836 als die Gemeinde Flühli von Schüpfheim abgetrennt wurde. |



